Im Zuge des Applied Research Lab, welches vom Land Steiermark gesponsort wurde, führten Andreas Schuch und Dagmar Wallenstorfer am Donnerstag, 8.Juli 2021, bei der GUSEGG 2021 einen Narrative Didactics Workshop mit 23 Studierenden der Universität Graz durch. Der Workshop adressierte den pädagogischen Wert von Digital Stories in Bildung, sowie für das Unterrichten und Besprechen von Intersektionalität und Diversität in Bildungseinrichtungen aller Stufen. Dabei wurden die Grundschritte des Erstellens einer Digital Story vorgestellt, und im Zuge des praxisorientierten Zugangs des Applied Research Labs wurden die TeilnehmerInnen eingeladen die vorgestellte Praxis selbst anzuwenden. Das Thema der zu erstellenden Narrative war das Thema der GUSEGG 2021: Stability, Security, and Happiness. Insgesamt wurden so 17 Digital Stories erstellt, welche abschließend in der Gruppe angesehen und diskutiert wurden.

Offizielle GUSEGG Webseite: https://international.uni-graz.at/de/summerschools/graz-international-summer-school-seggau/

Aufgrund der sehr positiven Erfahrungswerte und Rückmeldungen der Studierenden bezüglich der inhaltlichen und methodischen Verstrikung der "Digital Storytelling" Methode mit Lehrveranstaltungen am Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaften (ITAT) im Wintersemester 2020/21, wurden auch im Sommersemester 2021 wieder zwei Lehrveranstaltungen mit dem Thema "Digital Storytelling" verknüpft.

Die betreffenden Lehrveranstaltungen im Fachbereich "Ungarisch" am ITAT waren diesmal "Ungarisch: Translatorische Basiskompetenz II (HU-DE)" sowie "Ungarisch: Wirtschaft und Tourismus (HU-DE)", beide betreut von Dr. Claus Michael Hutterer. In Hinblick auf die Wahl des Themas genossen die Studierenden größtmögliche Freiheit, solange es einen Bezug zu Ungarn gab und die Kriterien einer Digital Story erfüllt wurden. Die Sprache, in der vorgetragen wurde, war Deutsch. Der Großteil der Studierenden gab auch eine Einverständniserklärung zur (teil-)anonymen oder namentlichen Publikation der jeweiligen Digital Story (DS) ab. Eine Auswahl der erstellten digitalen Storys sind in diesem Artikel eingebetter, weitere sind auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Narrative Didactics Research Group zu finden.

Das bisherige Feedback der Studierenden zu den Digital Storytelling Workshops war überwiegend positiv. Die Studierenden empfanden, laut eigenen Angaben, die Digital Storytelling Methode als kreativ und hatten eine Freude an ihr. Gleichzeitig fördert dieses Pilotprojekt sprachliche, digitale, (inter-)kulturelle und zahlreiche weitere Kompetenzen und erhöht die Erfahrung der Selbstwirksamkeit von Studierenden.

In Zukunft soll das Projekt durch ein im Laufe der Jahre wachsendes Korpus an Digital Storys (DS) ausgebaut werden. Gerade in den Geisteswissenschaften kann durch die Verbindung von Storytelling und digitalen Technologien auch eine adäquate Digitalisierungsstrategie entwickelt und umgesetzt werden.

Weiterführende Informationen

Narrative Didactics YouTube-Kanal

Nachrichtenbeitrag zu Digital Storytelling Workshop am ITAT im Wintersemester 2020

Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaften, Universität Graz

Ein wichtiger Auftrag der Narrative Didactics Foschungsgruppe ist es, Schüler und Schülerinnen dazu zu bewegen, Geschichten zu erforschen und zu erleben, und sie dabei auch mit verschiendenen Themen in Kontakt zu bringen. Der Workshop „Wenn Märchen wahr werden“, der mit Kindern der Modellklasse (5. Schulstufe) der Sportmittelschule Weiz durchgeführt wurde, setzte sich ebendies zum Ziel.

Als Teil eines größeren Projekts, in dem anhand einer sich weiterentwickelnden Erzählung wichtige Bereiche des Curriculums in Deutsch gelehrt und gelernt werden, tauchten die Kinder in eben jene Geschichte ein. Auf ihrer Reise, auf der verschiedene Märchenelemente vorkamen, begleitete sie die die Lehrerin und Mitbegründerin der Narrative Didactics Forschungsgruppe, Christina Poeckl, indem sie sich der Technik des „teacher in role“ bediente und auch selbst in die Rolle eines magischen Wesens schlüpfte.   

Die Schüler und Schülerinnen der Modellklasse waren bald von der anderen Art des Unterrichts fasziniert, tauchten mithilfe von verschiedenen performativen Methoden in das Märchen ein und schufen ihre eigenen Beiträge dazu.

In dem dreistündigen Workshop entwickelten die Kinder ein natürliches Verständnis für Märchen und deren Elemente und sogar zögerliche Schreiber wollten die Geschichte schriftlich weitererzählen. Eine anonyme Feedbackumfrage unter den Lernenden bestätigte ihren Enthusiamus und ihre Begeisterung für performatives Lernen und Lehren.

Schulwebseite: http://nms1.weiz.at/aktuelles

Dr. Claus Michael Hutterer lehrt am Institut für Translationswissenschaften der Universität Graz und hat im Wintersemester 2020/21 in Kooperation mit Andreas Schuch und der Narrative Didactics Forschungsgruppe digitale Storytelling Workshops mit Studierenden in den Lehrveranstaltungen "Ungarisch - Translatorische Basiskompetenz I" and "Ungarisch - Übersetzen für Wissenschaft und Technik (HU-DE)" durchgeführt. Studierende konnten dabei auch auf Online-Materialien zurückgreifen, die von der Narrative Didactics Forschungsgruppe zur Verfügung gestellt wurden. Die in diesen Artikel eingebetteten Storys sind Teil des Outputs der Studierenden

Weitere digitale Stories finden Sie im offiziellen Narrative Didactics YouTube-Kanal.

Narrative Didactics YouTube-Kanal

Institut für Translationswissenschaften, Universität Graz

Freitag, 19 Februar 2021 09:34

Digital Storytelling im Hochschulunterricht

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 Im Wintersemester 2020/2021 hielt Prof. Roberta Maierhofer gemeinsam mit Mag. Nicole Haring und Mag. Dagmar Wallenstorfer der Narrative Didactics Forschungsgruppe Lehrveranstaltungen mit Digital Storytelling Komponenten ab. Die Seminare unter den Titeln „Specialized Topics in Anglophone Literary Studies (Media and Messages: Digital and Other Storytelling” und „Topics in American Cultural Studies (Art and Artificiality: Mediated Realities)” beschäftigten sich mit den theoretischen Zugängen zu Intersektionalität und Identität. Die Studierenden beschäftigten sich mit einer Auswahl an theoretischen, sowie literarischen Texten von Autorinnen wie Maya Angelou, Angela Davis, sowie mit der Filmemacherin Angés Varda. Die Seminare hatten zum Ziel sich kritisch mit der Identitätsfrage und das Narratives auseinander zu setzen und anhand dieser die Verbindung zwischen Theorie und Praxis hervorzuheben. Dafür wurden schlussendlich Digital Stories von den Studierenden erstellt und in einer online Watch-Party im Seminar gezeigt. Basierend auf diesen digitalen Narrativen verfassten die Studierenden schlussendlich auch ihre Seminararbeiten und kamen somit nicht nur in den Genuss des Erstellens und Anschauens, sondern auch des Interpretierens.

Weitere digitale Storys finden Sie im offiziellen Narrative Didactics YouTube-Kanal:

Narrative Didactics YouTube-Kanal

Die Narrative Didactics Forschungsgruppe wird aktiv an dem Erasmus+ Projet DigLit ab Juli 2021 unter der Leitung von Prof. Roberta Maierhofer und Prof. Hermine Penz mitforschen. Gemeinsma wird das 24-monatige Bildungsprojekt mit Ca’Foscari Universität Venedig (IT), Universität Pésc (HUN), Ursulinen Gymnasium Graz (AUT), Liceo Scientifico Tron Schule (IT) und Pécsi Tudományegyetem Gyakorló Általános Iskola Gymnasium (HUN) durchgeführt. Das internationales Bildungsprojekt hat zum Ziel soziale Ungleichheiten entgegen zu wirken und eine kritische Auseinandersetzung mit Diversität und Gleichberechtigung zu fördern. Lernende werden sich mit Jugendliteratur beschäftigen und mit populären Smartphon Apps (z.B. Tik-Tok, Snapchat) digitale Narrative erstellen. Eine DigLit Toolbox wird kreiert, bestehend aus didaktischen Guides für Lehrende und Lernende und einer Kollektion an Jugendliteratur. Auf der Projekthomepage werden diese Materialien, sowie eine Kollektion an digitalen Narrativen zu finden werden. Die Zielgruppe sind ESL/EFL Lernende, Lehrende und Studierende.

Projektwebseite: https://diglit.eu/

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